Jede Art der Wahrnehmung, des Erkennens und des Urteilens, setzt Wissen und eine Erkenntnistheorie voraus

Der folgende Beweis, ist ein philosophisch-rationaler Beweis:

Jede Art der Wahrnehmung, setzt eine (zumindest rudimentäre) Erkenntnistheorie voraus!
DENN: Wahrnehmung ist eine Fähigkeit und ein Instrument, das primär dazu dient sich in der Wirklichkeit, in der man sich befindet, zu orientieren – und um sich solcherart, erfolgreich, durch seine jeweilige Lebenswirklichkeit zu bewegen, potentielle Beute oder Fortpflanzungspartner aufzuspüren, und, um vor möglichen Feinden zu entfliehen.

Und jede Art des (Sich-)Orientierens, setzt ihrerseits die Fähigkeit voraus (etwas) zu erkennen!

‚Nur dann nämlich, wenn ich in der Lage bin, in der jeweiligen Lebenswirklichkeit, in der ich mich befinde, mir bekannte Strukturen (wieder) zu erkennen, kann ich mich, zB, gezielt von A nach B bewegen, und/ oder meiner Beute folgen!‘

Doch wer erkennt, der urteilt!
DENN: Es ist stets ein Urteil, etwas, aus dem Strom an Informationen, welche die Wahrnehmungsorgane von der jeweiligen Lebenswirklichkeit liefern, als bekannt – oder als groß oder klein, rund oder eckig, hell oder dunkel, oder als grün oder rot – einzustufen.
Und: Da man nur dann etwas erfolgreich, zB als bekannt, einzustufen in der Lage ist, wenn man, zum Einen, über ein gewisses Maß an (auch angeborenem) Wissen, und, andererseits, über einen (Urteils-)Maßstab verfügt, der regelhaft festlegt, ab wann zB etwas zutreffend oder bekannt ist – und an dessen Regeln bzw Festlegungen man sich, in seinem Urteilen, orientieren kann -, ist einsichtig, dass jeder Art des Erkennens – und somit, in der Folge, auch jeder Art der erfolgreichen Wahrnehmung – eine, zumindest rudimentäre Erkenntnistheorie zugrundeliegen muss!

Für alle wahrnehmenden Lebewesen gilt daher:

Ohne eine, zumindest rudimentäre Erkenntnistheorie, und, ohne Wissen, keine Art des Urteils!
Ohne Urteil, kein Erkennen!
Und: Ohne Erkennen, keine Wahrnehmung!

Gibt es (eine) Erkenntnis, die VÖLLIG FREI von Logik ist?

Frage: Besonders im Zusammenhang mit Östlichen Philosophien wird immer wieder die Sichtweise vertreten, dass es Erkenntnisformen gibt, die nicht auf Logik basieren.

Meine Frage lautet daher:
Kann es jemals (eine) Erkenntnis geben, die VÖLLIG frei von Logik ist?

Antwort: Die grundlegenden Voraussetzungen dafür, die vorhanden sein müssen, damit ein Mensch, oder ein anderes Lebewesen, in die Lage versetzt wird etwas, wie auch immer Geartetes zu erkennen, sind kein Mysterium, sondern sind allgemein bekannt:

1. Es bedarf, zumindest rudimentärer Wahrnehmungsorgane, um neue Informationen [1] aufnehmen zu können.

2. Es bedarf eines, zumindest rudimentären (Zentral-)Nervensystems [2], mit dessen Hilfe die über die Wahrnehmungsorgane aufgenommenen Informationen be- und verarbeitet werden können.

UND

3. Es bedarf einer, zumindest rudimentären Erkenntnistheorie [3], die für das jeweilige Lebewesen festlegt, welche (Wahrnehmungs-)Informationen von Relevanz sind, und welche nicht.

Um es auf den Punkt zu bringen:
Erkenntnis, OHNE eine entsprechende Erkenntnis-THEORIE, ist für kein Lebewesen möglich!

Und, da JEDE Erkenntnistheorie ein System von Regeln ist, das festlegt, was für ein Lebewesen von Relevanz ist, und was nicht – und damit, was jeweils als wahr und als wirklich einzustufen ist -, besitzt, demzufolge, JEDE Erkenntnistheorie eine/ ihre eigene Logik – und, da dem so ist, kann es, demzufolge, auch keine Erkenntnis geben, die jemals VÖLLIG frei bzw losgelöst von JEGLICHER Logik wäre!

Quellen:

1. http://de.wikipedia.org/wiki/Information
2. http://de.wikipedia.org/wiki/Nervensystem
3. http://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie