Das Sein und das Nichts – die beiden grundlegendsten Zustände

Wenn man es oberflächlich betrachtet, könnte man meinen, dass ‚Sein‘ und ‚Nichts‘ die beiden grundlegendsten Zustände sind, die ein Etwas einnehmen kann!
DENN: Entweder ist etwas existent, oder aber es ist nicht existent.

DOCH: Wenn man es genauer betrachtet, wird rasch klar, dass für jenes Etwas, das irgendwo oder irgendwann NICHT-vorhanden bzw NICHT-existent ist, sein Nicht-Vorhandensein bzw Nicht-Existieren kein unmittelbarer, konkreter Zustand ist, den es einnimmt – und ganz besonders gilt dies für das Absolute-Nichts in existentieller Hinsicht!

Die Sichtweise, dass vor allem dasjenige wirklich ist, das existiert, ist eine der rudimentärsten Sichtweisen, die Wirklichkeit betreffend

Wenn man eine Umfrage starten würde, was es am ehesten ‚verdient‘ als wirklich eingestuft zu werden, würde wohl die überwiegende Mehrheit darauf antworten, dass für sie dasjenige am wirklichsten ist, das vorhanden bzw existent ist!
DENN: Schließlich ist die Sichtweise, dass (vor allem) dasjenige die Wirklichkeit ausmacht, das vorhanden bzw existent ist, eine der ‚einfachsten‘ und rudimentärsten Sichtweisen, die Wirklichkeit betreffend.

‚Auch für die Mehrzahl der Tiere ist, in erster Linie, das relevant, das existiert bzw vorhanden ist!‘

Ein Absolutes-Nichts in existentieller Hinsicht kann – jenseits seiner Begrifflichkeit – niemals über eigene Eigenschaften verfügen

Der folgende Beweis, ist ein philosophisch-rationaler Beweis:

Das/ Ein Absolutes-Nichts in existentieller Hinsicht, ist eine Sonderform des Nichts und ist das absolute, 100%ige Nicht-Vorhandensein von etwas [1].

Etwas also, das absolut, zu 100% NICHT existiert, ist ein Absolutes-Nichts in existentieller Hinsicht!

Dass es den Begriff ‚Absolutes-Nichts‘ gibt – und dass er daher als Begriff existiert – steht außer Frage!
DENN: Anderenfalls könnten wir uns nicht über das Absolute-Nichts Gedanken machen und darüber, miteinander diskutieren.

Bedingt allerdings dadurch, dass die einzige Eigenschaft des Absoluten-Nichts in existentieller Hinsicht darin besteht absolut und zu 100% NICHT zu existieren kann es jenseits der begrifflichen Wirklichkeit nichts geben, auf das die (begriffliche) Definition des Absoluten-Nichts in existentieller Hinsicht passen würde, und das, demzufolge, als Absolutes-Nichts in existentieller Hinsicht klassifiziert werden könnte!
DENN: Sobald etwas IRGENDWO und IRGENDWANN geben ist bzw existiert, ist es nicht mehr absolut und zu 100% NICHT existent und erfüllt somit nicht mehr das Anforderungsprofil, das an ein Absolutes-Nichts in existentieller Hinsicht herangetragen wird.

Und dies bedeutet des Weiteren, dass ein Absolutes-Nichts in existentieller Hinsicht NIEMALS – jenseits seiner begrifflichen Existenz – über eigene Eigenschaften verfügen kann!
DENN: Auch jede einzelne Eigenschaft ist, regelmäßig, etwas Existentes, und kann daher – aufgrund ihrer Existenz – niemals einem Etwas angehören, das sich einzig dadurch auszeichnet absolut und zu 100% NICHT zu sein.

Ergo lässt sich, aus dem bisher Festgestelltem, der folgende, logische Schluss ziehen:

Wo auch immer man sich mit einer Eigenschaft konfrontiert sieht, kann man, mit absoluter und 100%iger Sicherheit, davon ausgehen, dass diese NICHT die/ eine Eigenschaft eines Absoluten-Nichts in existentieller Hinsicht ist!

Quelle:

1.
http://members.chello.at/norbert.plankenauer/wirklichkeit/ontologie/begriffsdefinition-absolutes-nichts.htm

Wie viel(e) Wirklichkeit(en) gibt es?

Spontan möchte ich auf die Frage ‚Wie viel(e) Wirklichkeit(en) gibt es?‘ antworten, dass es einerseits, IM HÖCHSTFALL, ebensoviel(e) Wirklichkeit(en), wie Existenz(en) gibt; und, dass es andererseits, MINDESTENS, ebensoviel(e) Wirklichkeit(en), wie Wahrheit(en) gibt!

Wir können nicht wissen, was, im Einzelnen konkret, jenseits der raum-zeitlichen Grenzen unseres Universums existiert

Der folgende Dialog, orientiert sich an einer realen Diskussion im DER Philosophie Blog:

Niki (fiktiver Gesprächspartner): Besonders in den Naturwissenschaften scheint mir die Sichtweise weit verbreitet, dass alles, das existiert, in seiner Existenz empirisch nachweisbar SEIN MUSS.
Ganz nach dem Motto: ‚Etwas, das in seinem Sein empirisch nicht nachweisbar ist, existiert nicht!‘

Jeder Nachweis aber – und somit natürlich auch JEDER empirische Beweis – ist ein subjektiver Akt!
Und es besteht, meiner Meinung nach, durchaus, zumindest, die theoretische Möglichkeit, dass es Existenzen gibt, die sich der empirischen Zugänglichkeit durch Subjekte – und damit einer JEDEN subjektiven Beweisbarkeit -, von Grund auf, vollständig entziehen!

Einzig der Umstand, dass etwas nicht von Subjekten empirisch erfahren und nachgewiesen werden kann, erscheint mir als noch kein ausreichendes Kriterium, für die endgültige Beantwortung der Frage, ob etwas objektiv existiert, oder nicht!

Mulmi: Dass es Existenz gibt, die sich uns empirisch vollständig, in ihrem Sein, entzieht, und bezüglich derer wir niemals etwas Näheres in Erfahrung bringen können, ist, nicht nur eine theoretische Möglichkeit: Es ist eine Tatsache!

Beispiel: Unser Universum

Unser Universum ist etwas, in Raum und Zeit, Entstandenes, und weist ein endlich großes Volumen auf.
Und: Aufgrund dessen, dass es, in seiner raum-zeitlichen Endlichkeit, UNMÖGLICH von einem Absoluten-Nichts umgeben sein kann, hat dies zur logischen Konsequenz, dass es jenseits der raum-zeitlichen Grenzen unseres Universums, ohne Zweifel, Existenz gibt [1]!
DOCH: Unser Universum, ist ein energetisch (ab)geschlossenes System.
Das heißt: Weder dringt Energie von außen in unser Universum ein noch wird Energie aus dem Inneren unseres Universums nach außen hin abgegeben.
Dass dem so ist, beweist, unter anderem, die Erhaltung von Energie IN unserem Universum [2].
Und, da unser Universum, nachweislich, ein energetisch (ab)geschlossenes System bildet, wird es, in der Folge, NIEMALS möglich sein, von innerhalb unseres Universums aus, in Erfahrung zu bringen, was konkret, im Einzelnen, jenseits der raum-zeitlichen Grenzen unseres Universums existiert.

Mehr als das, dass, jenseits der raum-zeitlichen Grenzen unseres Universums, ETWAS existiert, und dass es daher auch dort, ZUMINDEST, Raum und Zeit gibt, werden wir leider niemals erfahren!

Quellen:

1. http://members.chello.at/norbert.plankenauer/wirklichkeit/physik/fragen1.htm#frage-physik4
2. http://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz

Kann es etwas geben, das völlig losgelöst von Raum und Zeit existiert?

Frage: Kann es etwas, jenseits von Raum und Zeit geben?
Oder: Anders gefragt: Kann es etwas geben, das völlig losgelöst von Raum und Zeit existiert?

Antwort: Dass etwas völlig losgelöst von Raum und Zeit existiert bzw existieren kann, ist gänzlich unmöglich!
DENN: Bedingt dadurch, dass jedes existierende Sein typischerweise Eigenschaft(en) besitzt [1], und, aufgrund der Tatsache, dass die grundlegendste und ‚einfachste‘ Eigenschaft, für etwas Existentes, darin besteht, ZUMINDEST, irgendwo und irgendwann, Raum einzunehmen, ist es für jedes, wie auch immer geartete Sein, das existiert, unmöglich, zu existieren und, GLEICHZEITIG, keine raum-zeitliche Eigenschaft(en) aufzuweisen.

Sowohl Existenz als auch Wirklichkeit ‚funktioniert‘ nach dem Binär-Digitalen-Prinzip

Immer wieder ist davon zu hören und zu lesen, dass ein bestimmtes Etwas zwar existiert, aber dass es, wenn man es genau betrachtet, EIGENTLICH nur (sehr) eingeschränkt, und daher EIGENTLICH nicht wirklich, existiert.

Doch diese Eigentlich-nicht-wirklichen-Wirklichkeiten, bzw diese Eigentlich-nicht-existentiellen-Existenzen, sind nichts weiter als rein-theoretische Konstrukte, die keine Entsprechung in der Nicht-theoretischen-Welt besitzen!
DENN: Sowohl Existenz als auch Wirklichkeit ‚funktioniert‘ stets nach dem Binär-Digitalen-Prinzip.
Das heißt:
Existenz und Wirklichkeit, kann jeweils nur einen von 2 möglichen Zuständen einnehmen.
Und daher existiert ENTWEDER etwas bzw ist etwas wirklich ODER es existiert nicht bzw ist nicht wirklich – ein andere, dritte Möglichkeit, und damit eine Art ‚Mittelding‘, gibt es in dieser Hinsicht nicht.