Gibt es tatsächlich nur eine, singuläre Wirklichkeit?

Der folgende Dialog orientiert sich an einer realen Diskussion, im Philosophie Forum : Die Grundlagen der Philosophie:

Niki: Letztendlich gibt es nur eine, singuläre Wirklichkeit – und deine oder meine Wirklichkeit, ist letztendlich nicht mehr als lediglich ein TEIL, dieser einen, singulären Wirklichkeit!

Mulmi: Du hast natürlich dahingehend recht, dass es eine, große Wirklichkeit gibt, die sich aus vielen (Einzel-)Teilen zusammensetzt – und die, von ‚ihren‘ (Einzel-)Teilen gebildet wird.

UND: Diese eine große Wirklichkeit, ist das All – als die Gesamtheit aller Existenz [1]!

Wenn du allerdings meinst, dass ausschließlich die Gesamtheit (aller Teile) das einzig Wirkliche und Wahre ist, und dass es solcherart, als Existenz, die einzige Wirklichkeit darstellt, irrst du, und verkennst zum Einen die Natur dessen, was es bedeutet etwas Zusammengesetztes zu sein, und, zum Anderen verkennst du was es bedeutet ein Teil (VON etwas bzw FÜR etwas) zu sein.

Wenn du zB ein Puzzle-Bild betrachtest, so ist dieses, aus mehreren Einzel-Teilen zusammengesetzte Bild, NIEMALS, nur das einzige Bild, das dabei gegeben ist, und, das du betrachtest!
DENN: Jeder einzelne Puzzle-Teil, stellt selbst ein kleines Bildchen dar.
Und wenn du daher ein großes Puzzle-Bild betrachtest, betrachtest du zum Einen, REGELMÄSSIG, ein großes, zusammengesetztes Bild, und, zum Anderen, GLEICHZEITIG, eine Vielzahl kleinerer Bildchen bzw Wirklichkeiten.

In einem, diesen Foren angeschlossenen Blog diskutiere ich übrigens mal mit einem anderen User, über ein ganz ähnliches Thema… [2].
Gleichsam, im Gegensatz zu dir, vertritt er jedoch die andere Extrem-Position:
Er ist nämlich fest davon überzeugt, dass nicht das zusammengesetzte Ganze, sondern die relativen Teile, die einzig wahren Wirklichkeiten sind!

Der Schlüssel zum Verständnis, ist aber weder die eine noch die andere Extrem-Position, SONDERN:
das gleichzeitige UND gleichwertige GEMEINSAM-SEIN, von zusammengesetzter Ganzheit UND von Teilen!

Quellen:

1.
http://members.chello.at/norbert.plankenauer/wirklichkeit/physik/begriffsdefinition-all.htm
2.
http://philosophie-blog-leben.blogspot.com/2009/01/gibt-es-eine-absolute-wahrheit-bzw.html

Link des Beitrags: http://members.chello.at/norbert.plankenauer/wirklichkeit/ontologie/dialoge1.htm#dialog-ontologie8

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Die Sichtweise, dass vor allem dasjenige wirklich ist, das existiert, ist eine der rudimentärsten Sichtweisen, die Wirklichkeit betreffend

Wenn man eine Umfrage starten würde, was es am ehesten ‚verdient‘ als wirklich eingestuft zu werden, würde wohl die überwiegende Mehrheit darauf antworten, dass für sie dasjenige am wirklichsten ist, das vorhanden bzw existent ist!
DENN: Schließlich ist die Sichtweise, dass (vor allem) dasjenige die Wirklichkeit ausmacht, das vorhanden bzw existent ist, eine der ‚einfachsten‘ und rudimentärsten Sichtweisen, die Wirklichkeit betreffend.

‚Auch für die Mehrzahl der Tiere ist, in erster Linie, das relevant, das existiert bzw vorhanden ist!‘

Wie viel(e) Wirklichkeit(en) gibt es?

Spontan möchte ich auf die Frage ‚Wie viel(e) Wirklichkeit(en) gibt es?‘ antworten, dass es einerseits, IM HÖCHSTFALL, ebensoviel(e) Wirklichkeit(en), wie Existenz(en) gibt; und, dass es andererseits, MINDESTENS, ebensoviel(e) Wirklichkeit(en), wie Wahrheit(en) gibt!

Begriffsdefinition : Beweis

Begriffsdefinition : Beweis

Die Bedeutung des Begriffs, im Allgemeinen-Sprachgebrauch:

Im Allgemeinen-Sprachgebrauch wird der Begriff ‚Beweis‘ zumeist derart verstanden und verwendet, dass der/ ein Beweis eine Bestätigung oder Widerlegung für etwas ist, das mittels einer bestimmten Methode ermittelt wurde, und von der derjenige, der an diese Methode glaubt und/ oder sie verwendet, überzeugt ist, dass sie hinreichend begründend ist, und Ergebnisse liefert, deren Wahrheits- und Wirklichkeitsgrad dermaßen hoch ist, sodass an ihnen, im Grunde, nicht (mehr) zu zweifeln ist.

Beispiele:

Eine Frau zu ihrem Mann:
‚Aber, belüg mich nicht!
Ich habe dich gestern dort gesehen!
Für mich, ist das Beweis genug!‘

Ein Physiker zu einer Journalistin:
‚Endlich ist es uns gelungen, den langersehnten Beweis dafür zu erbringen, dass dieses Phänomen nicht nur bloße Theorie ist!
Nur dank neuester Technik, war dieser experimentelle Erfolg, für uns möglich!‘

Und schließlich ein Priester:
‚Ich glaube an Gott – und, dass ich an ihn glaube, ist für mich, Beweis genug!‘

Als Zusatz-Info kann der folgende Beitrag dienen:

http://members.chello.at/norbert.plankenauer/wirklichkeit/erkenntnistheorie/begriffsdefinition-erkenntnistheoretischer-glaubenskreis.htm

Gibt es eine absolute Wahrheit bzw Wirklichkeit?

Frage: Gibt es eine absolute Wahrheit bzw Wirklichkeit?

Antwort: Warum sollte es keine absolute(n) Wahrheit(en) geben?

Ist etwa die Sichtweise, dass es keine absolute Wahrheit(en) gibt bzw geben kann, eine absolute Wahrheit?

Der Ausgangspunkt aller (möglichen) Wahrheit(en), ist, dass es etwas gibt!
DENN: Wenn absolut nichts existiert, gibt es in der Folge, ebenso, absolut nichts – natürlich auch keine, wie auch immer geartet(en) Wahrheit(en).
DOCH: In der Wirklichkeit in der wir leben, gibt es Wahrheit(en), und da es in ihr eine Vielzahl von Wahrheiten gibt, ist dies der eindeutige Beleg dafür, dass es, in unserer Wirklichkeit, ZUMINDEST, EINE absolute Wahrheit gibt.
Und diese EINE absolute Wahrheit, ist (die Tatsache der) Existenz.

Man kann aber die Frage auch von einer gänzlich anderen Seite aus betrachten:

Angenommen, man geht davon aus, dass ALLES relativ ist, im Sein…

… und selbst dann, gibt es etwas Absolutes!

DENN: Die Gesamtheit ALLER Relativitäten, ist etwas Absolutes – das, von nichts anderem (mehr) abhängt, als von sich selbst.

Die Gesamtheit ALLER relativen Wirklichkeiten, ist somit eine absolute Wirklichkeit!

Und die Gesamtheit ALLER relativen Wahrheiten, ist eine absolute Wahrheit!

Oder: Man könnte es auch anders formulieren:
‘Überall dort, wo es etwas Relatives gibt, gibt es immer AUCH etwas Absolutes!‘

Sowohl Existenz als auch Wirklichkeit ‚funktioniert‘ nach dem Binär-Digitalen-Prinzip

Immer wieder ist davon zu hören und zu lesen, dass ein bestimmtes Etwas zwar existiert, aber dass es, wenn man es genau betrachtet, EIGENTLICH nur (sehr) eingeschränkt, und daher EIGENTLICH nicht wirklich, existiert.

Doch diese Eigentlich-nicht-wirklichen-Wirklichkeiten, bzw diese Eigentlich-nicht-existentiellen-Existenzen, sind nichts weiter als rein-theoretische Konstrukte, die keine Entsprechung in der Nicht-theoretischen-Welt besitzen!
DENN: Sowohl Existenz als auch Wirklichkeit ‚funktioniert‘ stets nach dem Binär-Digitalen-Prinzip.
Das heißt:
Existenz und Wirklichkeit, kann jeweils nur einen von 2 möglichen Zuständen einnehmen.
Und daher existiert ENTWEDER etwas bzw ist etwas wirklich ODER es existiert nicht bzw ist nicht wirklich – ein andere, dritte Möglichkeit, und damit eine Art ‚Mittelding‘, gibt es in dieser Hinsicht nicht.

Ist es zutreffend, dass Wirklichkeit etwas Anderes ist, als Realität?

Frage: In vielen philosophischen Diskussion wird darauf hingewiesen, dass Wirklichkeit etwas Anderes sei, als Realität – und oft wird, in diesem Zusammenhang, die Unterschiedlichkeit von Wirklichkeit und Realität dahingehend beschrieben, dass Wirklichkeit das ist, das wirkt, und dass es sich bei Realität um das handelt, das von uns (subjektiv) wahrgenommen wird.

Wie zutreffend ist diese Sichtweise?

Antwort: Man kann natürlich (künstlich) zwischen den Begriffen Wirklichkeit und Realität unterscheiden, und ihnen jeweils, unterschiedliche Bedeutungsinhalte zukommen lassen.

Manche (Philosophen) tun dies, und definieren Wirklichkeit und Realität, in der von dir genannten Art und Weise (siehe dazu auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Wirklichkeit).

Grundsätzlich aber besteht, im Offiziellen-Deutschen-Sprachgebrauch – der übrigens jedem aktuellen Duden zu entnehmen ist -, keinerlei bedeutungsmäßiger Unterschied, zwischen den Begriffen Wirklichkeit und Realität.
DENN: Im Offiziellen-Deutschen-Sprachgebrauch sind die Begriffe Wirklichkeit und Realität, von ihrem Bedeutungsinhalt her, ident, und sind daher (gleichbedeutende) Synonyme füreinander (siehe: http://de.wiktionary.org/wiki/Wirklichkeit).

Das bedeutet:

Wenn du die Begriffe Wirklichkeit und Realität, im Alltagsgespräch, in offiziellen Schreiben oder während Prüfungen, zB in der Schule oder an Universitäten, als (gleichbedeutende) Synonyme füreinander verwendest und verstehst, wirst du in den meisten Fällen richtig liegen.
Denn: Die Sichtweise, dass Wirklichkeit und Realität (gleichbedeutende) Synonyme füreinander sind, ist ein offizieller Standard, der Deutschen Sprache, und ist damit (ein) Teil der allgemeinen, offiziellen Definition, von Wirklichkeit und Realität.

Und jede, wie auch immer geartete Definition, der Begriffe Wirklichkeit und Realität, die von diesem offiziellen Sprach-Standard abweicht, besitzt, in der Folge, keinerlei allgemeine Verbindlichkeit, und ist, im Grunde, nichts anderes, als beliebige, subjektive Begriffsdefinition!